
Caridina Profil
Amano-Garnele
Caridina multidentata
Die Amano-Garnele (Caridina multidentata) ist eine größere, sehr aktive Algen- und Aufwuchsfresserin. Sie ist pflegeleicht, braucht aber ein ausbruchssicheres Aquarium und ausreichend Futter, wenn wenig Algen vorhanden sind.
Veröffentlicht von
Kurze Pflegekarte
Nutze diese Karte als Ausgangspunkt. Prüfe bei empfindlichen Arten immer, ob dein Aquarium stabil genug läuft.
Schwierigkeit
Einfach
Verhalten
Amano-Garnele ist friedlich und verbringt viel Zeit mit Grasen auf Biofilm, Laub, Moosen und Hardscape. Stress zeigt sich oft durch hektisches Schwimmen, Verstecken oder nachlassende Futteraufnahme.
Fütterung
Die Basis ist Biofilm und Aufwuchs. Ergänze sparsam mit Garnelenfutter, Laub, Brennnessel, Mineralfutter und bei Jungtieren sehr feinem Staubfutter. Entferne Reste, bevor sie das Wasser belasten.
Zucht
Tragende Weibchen sind häufig, doch die Larven brauchen Brackwasser. Eine dauerhafte Nachzucht im normalen Süßwasseraquarium gelingt nicht.
Passt am besten zu
Aquascapes und Gesellschaftsbecken, in denen robuste Garnelen beim Algenmanagement helfen sollen.
Wichtig
Amano-Garnelen klettern und springen gut. Decke Techniköffnungen ab und gewöhne die Tiere langsam ein.
Pflege in der Praxis
Zielwerte: 18-26 °C, pH 6.5-8, GH 5-15, KH 1-10 und TDS 120-300. Miss pH, GH, KH und TDS regelmäßig, aber ändere Werte langsam. Konstanz ist wichtiger als das aggressive Jagen eines einzelnen Idealwertes.
Plane mehr Schwimmraum, stabile Steine, Wurzeln, Moose und kräftige Filterung ein. Eine Gruppe wirkt natürlicher als Einzelhaltung.
Füttere kleine Mengen und beobachte, ob alles innerhalb weniger Stunden gefressen wird. Laub, Biofilm und mineralische Ergänzungen stabilisieren die Versorgung besser als große Futtergaben.
Starte mit einer Gruppe statt Einzeltieren. In einer stabilen Gruppe sind die Garnelen aktiver, finden schneller Futter und zeigen natürlicheres Verhalten.
Geeignet mit friedlichen Fischen, die keine Garnelen fressen. Sehr kleine Zwerggarnelen können beim Futter verdrängt werden.
Tragende Weibchen sind häufig, doch die Larven brauchen Brackwasser. Eine dauerhafte Nachzucht im normalen Süßwasseraquarium gelingt nicht.
Häufige Fehler sind zu frühes Einsetzen, zu große Wasserwechsel, Überfütterung, ungeeignete Steine oder Bodengründe, Kupferbelastung und das Vermischen ähnlicher Zuchtlinien ohne Plan.
Hintergrund und Erkennung
Im Aquarium sollte die natürliche Nische über stabile Wasserchemie, saubere Oberflächen, Biofilm und stressarme Einrichtung nachgebildet werden. Exakte Fundortdaten sind bei Zuchtformen oft weniger wichtig als passende, konstante Haltungswerte.
Typisch ist größer, transparent grau-braun mit Punkt- und Strichzeichnung. Gute Zuchtqualität erkennst du an gleichmäßiger Deckung, klaren Mustern und vitalem Verhalten.
Verglichen mit ähnlichen Linien solltest du die Amano-Garnele nach Wasseranspruch, Farbziel und Kreuzungsrisiko auswählen. Halte Linien getrennt, wenn Farbe oder Muster erhalten bleiben sollen.
Quellen und Prüfung
Quellen für Namen, Klassifikation und Synonyme.
Quellen für Wasserwerte, Temperatur und stabile Pflege.
Praxisquellen für Einrichtung, Fütterung, Verhalten und Zucht.